Vegane Daune: Was in der synthetischen Füllung deiner Jacke steckt
Aktualisiert: 15. Okt.
Vegane Daune ist eine synthetische Füllung, die echte Daunen nachahmt. Feine Kunstfasern, meist aus Polyester, sind zu lockeren Bällchen geformt und halten viel Luft fest. Diese Luft hält dich warm, und von Tieren stammt nichts davon.
Im Handel heißt diese Art Füllung auch Kunstdaune oder synthetische Daune. Von außen sieht eine Steppjacke damit aus wie jede andere, der Unterschied steckt in den Kammern.

Was ist vegane Daune?
Vegane Daune ist ein Sammelbegriff für synthetische Füllungen, die wie echte Daunen funktionieren sollen. Echte Daunen sind die feinen Unterfedern von Enten und Gänsen. Jede Daunenflocke spreizt sich auf und hält Luft fest. Die vegane Variante baut dieses Prinzip mit Kunstfasern nach: Kleine, lockere Faserbällchen bauschen auf, lassen sich zusammendrücken und springen danach wieder auf. Der Name beschreibt also die Funktion der Füllung.
Eine feste Definition gibt es nicht, und über die Qualität sagt der Name wenig. Aussagekräftiger sind die Materialangaben und der Griff in die Jacke.
Merksatz: Vegane Daune ahmt die Form echter Daunen nach. Die Wärme kommt in beiden Fällen von der eingeschlossenen Luft.
Woraus besteht vegane Daune?
Vegane Daune besteht meist aus Polyester. Die Fasern sind sehr fein oder innen hohl, damit sie möglichst viel Luft halten. Verarbeitet werden sie zu kleinen Bällchen oder Flocken, die sich in den Kammern einer Steppjacke verteilen und so den Bausch echter Daunen nachahmen. Polyester nimmt kaum Wasser auf. Die Fasern kleben deshalb auch bei Feuchtigkeit nicht zusammen und trocknen schnell.
Neben den losen Bällchen gibt es synthetische Füllungen als zusammenhängendes Vlies. Das Vlies liegt gleichmäßig flach und steckt oft in Parkas und Mänteln. Die Bällchen bauschen stärker auf und sitzen eher in Steppjacken.
In den Jacken von NAVAHOO, MARIKOO und STONE HARBOUR ist jede Füllung synthetisch. Welches Material in deinem Modell steckt, steht auf dem eingenähten Etikett. Steht dort bei der Füllung Polyester, ist sie synthetisch. Stehen dort Daunen und Federn, stammt sie vom Tier. Fehlt die Angabe, hilft eine Nachfrage beim Händler.
Ob die Füllung gleichmäßig verteilt ist und nach dem Zusammendrücken wieder aufbauscht, prüfst du mit wenigen Handgriffen im Laden. Welche das sind, steht im Ratgeber gute Winterjacke ohne Daunen erkennen.

Wie warm hält vegane Daune?
Vegane Daune wärmt nach demselben Prinzip wie echte Daune: Sie hält ruhende Luft fest, und diese Luft speichert deine Körperwärme. Bei gleichem Gewicht wärmt echte Daune stärker. Dafür bleibt die synthetische Füllung auch feucht warm und ist schneller wieder trocken. Wie sich beide Füllungen im Winteralltag schlagen, zeigt unser Vergleich Daune oder Kunstfaser.
Eine Jacke mit veganer Daune darf meist in die Waschmaschine, die einzelnen Schritte stehen in unserer Anleitung Kunstdaunen-Jacke waschen.
Wo vegane Daune im Alltag punktet
Vegane Daune steckt vor allem in Steppjacken und Steppmänteln, und die sind im Winteralltag zu Hause. Eine dünn gefüllte Steppjacke trägst du im Herbst allein und im Winter als warme Lage unter einem Parka. Wird es mittags wärmer, rollst du sie zusammen, und sie passt in eine große Tasche. Dick gefüllte Modelle mit Kapuze und langem Schnitt sind für lange Stunden im Freien gemacht, etwa am Spielfeldrand oder auf dem Weihnachtsmarkt. Einen Heimweg im Schneeregen verzeiht die Füllung auch.
Sind Daunen vegan?
Nein. Daunen stammen immer von Tieren, meist von Enten und Gänsen. Der größte Teil fällt in der Geflügelhaltung für die Fleischproduktion an. Standards wie der Responsible Down Standard legen Regeln für die Haltung der Tiere fest. Vegan wird eine Daune dadurch nicht. Auch recycelte Daunen, etwa aus alten Bettdecken, stammen ursprünglich von Tieren.
In Jacken mit echten Daunen steckt meist auch ein Anteil Federn, das Etikett nennt das Verhältnis in Prozent. Federn sind ebenfalls tierisch. Wer eine Jacke ganz ohne tierische Bestandteile sucht, braucht deshalb eine synthetische Füllung und schaut zusätzlich auf Futter, Besatz und Details.
NAVAHOO, MARIKOO und STONE HARBOUR sind zu 100 % vegan: keine echten Daunen, kein Pelz, keine tierischen Bestandteile. Was eine vegane Winterjacke außer der Füllung ausmacht, liest du im Ratgeber Winterjacke ohne Daunen.
Unsere synthetischen Füllungen reichen von der leichten Übergangsjacke bis zum Wintermantel. Steppjacken mit synthetischer Füllung findest du für Damen bei NAVAHOO und MARIKOO und im Shop bei den Steppjacken für Damen. Für Herren gibt es wattierte Jacken von STONE HARBOUR, im Shop unter Jacken für Herren.

Häufige Fragen zu veganer Daune
Ist Polyester vegan?
Ja. Polyester ist eine Kunstfaser und wird ohne tierische Rohstoffe hergestellt, meist aus Erdöl. Ob die ganze Jacke vegan ist, entscheiden auch Futter und Besatz, etwa ein Patch aus Leder.
Was ist eine vegane Daunenjacke?
So nennt der Handel meist eine Steppjacke mit synthetischer Füllung in den Kammern. Auch Kunstdaunen-Jacke und synthetische Daunenjacke meinen in der Regel genau das. Bei NAVAHOO, MARIKOO und STONE HARBOUR heißen solche Modelle Steppjacken oder Steppmäntel, und echte Daunen stecken in keinem davon.
Ist Kunstdaune dasselbe wie vegane Daune?
In der Regel ja. Kunstdaune, vegane Daune und synthetische Daune sind Handelsnamen für dieselbe Art Füllung: lockere Kunstfasern, die den Bausch echter Daunen nachahmen. Welches Material genau drinsteckt, steht in den Materialangaben der Jacke.
Gibt es vegane Daune aus Pflanzenfasern?
Ja, aber selten. Einige Hersteller füllen Jacken mit Kapok, einer Faser aus den Samenkapseln des Kapokbaums. Die meisten veganen Daunen bestehen aus Polyester.


